ddp-Meldung: Eigeninitiative nach Karlsruhe-Urteil: Ein Euro für Berlin
Berlin (ddp-bln). Die Stadt Berlin hat nach eigenen Angaben 61 Milliarden Euro Schulden und muss nach dem Karlsruhe-Urteil selbst diese Schulden abbauen. Die Initiative "iDemokratie" habe deswegen die Aktion "Ein Euro für Berlin" entwickelt, sagte der Gründer von "iDemokratie", Christian Hochhuth, am Mittwoch in Berlin der Nachrichtenagentur ddp. Sie hätten über das Internet mit kleinen Beiträgen "etwas auf die Beine stellen" wollen. Auf der Website könne jeder, der wolle einen Euro oder mehr spenden. Bisher seien 2512 Euro zusammengekommen - nach den Angaben auf der Website genau 0,00000004187 Prozent der Schulden.
Noch bis Weihnachten kann jeder Berlinfreund spenden. Dann soll Hochhuth zufolge der Geldbetrag an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übergeben werden. Vielleicht schreiben die Organisatoren der Aktion bis dahin auch den Verwendungszweck fest. Schließlich könne jeder auf der Website einen Spendengrund angeben, betonte der Designer. Da fänden sich Angaben wie "angemessene Kinderbetreuung und saubere Straßen" oder "damit Berlin reich&sexy wird". Jeder Spender könne ein Foto hinterlassen, das dann auf der Website veröffentlicht wird.
Die Initiative "iDemokratie" ist ein Netzwerk, das hauptsächlich ehrenamtlich von Journalisten und Politikwissenschaftlern betrieben wird. Ziel sei es, der Politikverdrossenheit mit einem spielerischen Ansatz entgegenzuwirken, erklärte Hochhuth. Es gebe noch andere Projekte wie die Online-Demonstration "Berlin ohne Nazis".
Link: 1-euro-fuer-berlin.de Quelle: ddp
