Christoph Dowe hat Angst um seinen Job

28. September 2006, 13:24 von Christian Hochhuth

Christoph Dowe von politik-digital

Christoph Dowe von politik-digital.de hat Angst um seinen Job! Richtig Angst hat er bekommen, als er den Film epic gesehen hat, der das "Horrorszenarium" der Medienlandschaft im Jahr 2015 darstellt. Im Zusammenhang mit Web 2.0 herrscht in den klassischen Medien laut Christoph Dowe Angst und Bangen. "Journalisten wird es immer geben", meint Dowe, aber die traditionellen Medien verlieren an Quote und zunehmend die junge Zielgruppe.

Was kann dagegen unternommen werden? Einige gute Beispiele gibt es bereits, zum Beispiel die Readers Edition der Netzeitung, die jetzt.de Blogstipendien oder die stern shortnews, bei denen im Netz vorhandende Meldungen von den Usern mit eigenen Worten umgeschrieben und bewertet werden können.

Ist das die Revolution? Christoph Dowe spricht von der "Schwarmintelligenz", die bisher vor allem bei Wikipedia erfolgreich zum Einsatz kommt, eine Masse ein Schwarm an Usern die Inhalte zusammenträgt.

Die Erkenntnis einer Studie von politik-digital.de für die Bundeszentrale für politische Bildung: Alle reden von Web 2.0, Ajax und Partizipation im Internet, eigentlich sei es aber nichts Neues. Wo ist also die Revolution? Christoph Dowe sieht keine wirklich neuen Einnahmequellen und stellt die Frage, was sich in Zukunft ändern wird, wenn sich die Bedürnisse der User ändern und nicht mehr befriedigt werden können.

Ein Lösungsvorschlag zur Finanzierung: Citizien Ownership statt Citizien Journalism? Wer mehr Text liefert und in das System einbringt, bekommt mehr Content zurück. Also nur noch Kleinaktionäre?

NEZ - Die Netz-Entwicklungs-Zentrale von politik-digital.deChristoph Dowe hat noch einen anderen Vorschlag: Die Gründung der NEZ, einer Netz-Entwicklungs-Zentrale, die die User und Inhalte im Netz überprüft und verwaltet … und [Nachtrag] GEBÜHREN EINTREIBT !!!

4 Kommentare zu “Christoph Dowe hat Angst um seinen Job”

  1. Ingo:

    Also die Readers Edition ist ein Erfolg? Nette Idee von ohmynews.com kopiert, aber ich dachte, die wäre intern schon längst als gescheitert betrachtet.

    Wo das neue an Web2.0 ist? Dass die Leute wirklich mitmachen und nicht, wie in den Old-School-Chats, sich wirklich beteiligen, Inhalte remixen und kommunizieren.

  2. Torsten:

    Ingo: Keine Bange: RE ist “weit weit davon entfernt sich selbst zu tragen.”

  3. clemens:

    Gründung einer Netz-Entwicklungs-Zentrale, die die User und Inhalte im Netz überprüft und verwaltet? Leider verstehe ich den Sinn nicht, steht für mich in keinem Zusammenhang zum vorher berichteten? Wirkt aus dem Zusammenhang gerissen.

    Wer gründet? Der Staat?

  4. Christian Hochhuth:

    Die Gründung der NEZ, einer Netz-Entwicklungs-Zentrale, die die User und Inhalte im Netz überprüft und verwaltet … <Nachtrag>GEBÜHREN EINTREIBT !!!</Nachtrag>
    Mehr Infos zur NEZ gibt es im Metablocker

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