Schlagabtausch: Web 2.0 zwischen anti-autoritärem Grassroot-Medium und erfolgreichem PR-Instrument
29. September 2006, 10:37 von Christian Hochhuth
Seminarleiterin Anne Haeming moderiert den letzten Programmpunkt vor der Schlussrunde des Workshops. In der nächsten halben Stunde werden Thomas Wanhoff (Vorsitzender des Podcastverbands) und Christoph Hausel (Holtzbrinck-Verlag) in einem Schlagabtausch über Web 2.0-Formate zwischen anti-autoritären Grassroot-Medium und erfolgreichem PR-Instrument diskutieren.
Thomas Wanhoff findet es ganz schrecklich, wenn Blogger und Podcaster von Unternehmen eingekauft werden: "Deshalb gehe ich auch zur Welt". Also nicht wirklich, nur wenn sie eingekauft werden, um sie mundtot zu machen.
Auf die Frage nach der "Macht der Blogger" meint Christoph Hausel von Holtzbrinck, dass diese eher überschätzt wird. Der Verlag arbeitet aber mit Bloggern zusammen. Thomas Wanhoff dreht den Spieß um und meint sogar, dass es eher die Blogger sind, die unter psychischem Druck stehen, wenn sie im Auftrag für Verlagshäuser tätig sind.
Die Macht, die Blogger und Podcaster haben, ist für Wanhoff die Masse, mit der sie bei Google im Netz auftauchen. Schwierig gestaltet sich daher in den Augen von Christoph Hausel das Blog-Monitoring und der Umgang mit der Unkontrollierbarkeit der Blogosphäre aus Sicht des Verlages.
Thomas Wanhoff bezeichnet das Verhalten einiger Unternehmen als "dumm", Blogger zu verklagen anstatt sie für sich zu rekrutieren.
"Lügen haben kurze Beine!" Mit diesem Schlusswort beendet Wanhoff die Diskussion über den Wahrheitsgehalt in der Blogosphäre.


